Regensburg/Frankfurt. Die Energiewende findet zunehmend in Wohngebäuden statt. Mit der Gemeinschaftlichen Gebäudeversorgung (gGV) hat der Gesetzgeber einen neuen Rahmen geschaffen, um lokal erzeugten Photovoltaikstrom direkt innerhalb von Mehrparteienhäusern zu verteilen. Damit dieses Modell in der Praxis wirtschaftlich und regulatorisch sicher funktioniert, sind intelligente Messsysteme, digitale Prozesse und eine enge Zusammenarbeit aller Marktpartner entscheidend.
Mit bereits zwei erfolgreichen gGV-Praxisprojekten in Bischberg und Scheßlitz im Gebiet der Bayernwerk Netz GmbH beweist die neugemacht GmbH, dass die Gemeinschaftliche Gebäudeversorgung (gGV) bereits heute praxistauglich umgesetzt werden kann. Das Projekt verbindet modernste Energietechnik mit einer vollständig digitalisierten Prozesslandschaft und zeigt, wie innovative Messkonzepte die Energiewende in Gebäuden beschleunigen.
Im Mittelpunkt stehen jeweils ein Wohngebäude mit insgesamt 13 Nutzungseinheiten, die über eine leistungsfähige Photovoltaikanlage mit lokal erzeugtem Solarstrom versorgt werden. Ergänzt wird das Energiekonzept durch Batteriespeicher, Wallboxen für Elektromobilität sowie ein Home Energy Management System (HEMS), das Erzeugung, Speicherung und Verbrauch intelligent miteinander verknüpft. Intelligente Messsysteme erfassen sämtliche Energieflüsse im 15-Minuten-Takt und ermöglichen eine präzise Zuordnung des erzeugten Solarstroms zu den einzelnen Verbrauchern dank virtuell errechneter Zähler. So wird der Eigenverbrauch maximiert und gleichzeitig eine transparente sowie rechtskonforme Abrechnung sichergestellt.
Die größte Herausforderung bestand darin, die komplexen energiewirtschaftlichen Prozesse der Gemeinschaftlichen Gebäudeversorgung vollständig zu digitalisieren. Als spezialisierter wettbewerblicher Messstellenbetreiber übernimmt neugemacht die komplette technische Umsetzung der intelligenten Messinfrastruktur, PV-Stromverteilungsberechnung, bis hin zur PV-Strom Abrechnung und Weitergabe der Daten via Marktkommunikation.
Durch die eigenen Plattformen werden selbst komplexe Versorgungskonzepte mit zahlreichen Marktrollen, Erzeugungsanlagen und Verbrauchern effizient gesteuert. Gleichzeitig profitieren Eigentümer, Hausverwaltungen und Bewohner von der Transparenz in den Energieflüssen, einer nachvollziehbaren Verbräuchen und automatisierten Abrechnungsprozessen.
Die erfolgreiche Umsetzung des Projekts zeigt, dass die Gemeinschaftliche Gebäudeversorgung nur dann ihr volles Potenzial entfalten kann, wenn regulatorische Anforderungen und digitale Prozesse nahtlos ineinandergreifen. Mit der entwickelten Lösung schafft neugemacht die Voraussetzungen für eine wirtschaftliche und skalierbare Umsetzung zukünftiger Gebäudeversorgungsprojekte.
Für neugemacht bestätigt das Projekt den eigenen Anspruch, als technologischer Vorreiter die Digitalisierung der Energiewirtschaft aktiv mitzugestalten.
„Gemeinschaftliche Gebäudeversorgung ist weit mehr als ein neues Vermarktungsmodell für Photovoltaikstrom. Sie erfordert eine intelligente Verzahnung von Messsystemen, Marktkommunikation, Energiedatenmanagement und automatisierten Abrechnungsprozessen. Genau dafür haben wir eine leistungsfähige digitale Plattform entwickelt, die sämtliche energiewirtschaftlichen Prozesse integriert. Gemeinsam mit Bayernwerk Netz zeigen wir, dass sich innovative Versorgungskonzepte heute bereits zuverlässig, wirtschaftlich und skalierbar realisieren lassen.“
– Aurelius Wosylus, Geschäftsführer der neugemacht GmbH
Mit den Projekten in Bischberg und Scheßlitz unterstreicht neugemacht seine Rolle als technologischer Partner für die Digitalisierung der Energiewirtschaft. Die Kombination aus intelligenter Messinfrastruktur, hochautomatisierten Backend-Systemen und umfassendem energiewirtschaftlichem Know-how schafft die Grundlage dafür, die Gemeinschaftliche Gebäudeversorgung künftig in großem Maßstab umzusetzen. Damit leistet neugemacht einen entscheidenden Beitrag, erneuerbare Energien effizienter zu nutzen und die Energiewende direkt in die Gebäude und Quartiere zu bringen.