Gemeinsames Angebot soll Stadtwerken und Messstellenbetreibern helfen, bestehende Strukturen weiter zu nutzen, Rollouts flexibler zu gestalten und neue energiewirtschaftliche Anwendungen zu erschließen.
Frankfurt am Main / München, 9. September 2026 – Wie können Stadtwerke und Messstellenbetreiber ihren Rollout beschleunigen, ohne funktionierende Systeme und Partner zu ersetzen, immer mehr Schnittstellen selbst zu koordinieren oder zusätzliches Kapital langfristig zu binden?
Genau hier setzt das gemeinsame Metering-as-a-Service-Angebot von neugemacht und Horizon Energy Deutschland (HED) an. Vorhandene GWA- und IT-Strukturen, Mitarbeiter und Partner können weiter wertschöpfend eingebunden werden. Das gemeinsame Modell verbindet diese mit Technologie und Prozesssteuerung, Beschaffung und Assets sowie operativer Umsetzung und kann – abhängig von der jeweiligen Ausgangssituation – bis hin zu Installation und laufendem Messstellenbetrieb reichen.
neugemacht bringt dafür eine Technologieplattform ein, die bestehende Systeme und Prozesse verbindet, ohne die Rolle des Messstellenbetreibers zu ersetzen. HED ergänzt das Modell um Asset- und Rolloutkompetenz, Beschaffung, operative Umsetzung sowie langfristige Infrastruktur- und Kapitalstärke. Energiewirtschaftliche und regulatorische Expertise bringen beide Partner in die Zusammenarbeit ein.
Bestehende Strukturen nutzen. Skalierung gemeinsam ermöglichen.
Das gemeinsame Angebot ist darauf ausgelegt, an bestehenden Strukturen von Stadtwerken und Messstellenbetreibern anzuknüpfen. Ein vorhandener GWA, bestehende IT-Systeme sowie eigene Mitarbeiter, Installations- und Servicepartner können weiterhin Teil des Betriebsmodells bleiben.
Gleichzeitig können Beschaffung, Assets, Prozesse und operative Leistungen stärker gebündelt werden. So sollen Skaleneffekte und eine engere Zusammenarbeit unterschiedlicher Akteure ermöglicht werden, ohne bestehende Wertschöpfung oder die Identität des Stadtwerks unnötig aufzugeben. Auch eine White-Label-Umsetzung ist möglich.
Rollout flexibler steuern
Historisch gewachsene Messstellenbestände bestehen häufig aus unterschiedlichen Technologien, Einbauzeitpunkten und Restlaufzeiten. Das Mietmodell schafft hier eine Alternative zur klassischen Eigentumslogik: Rolloutentscheidungen können stärker an Zielarchitektur, regulatorischen Anforderungen und operativer Effizienz ausgerichtet werden – und weniger ausschließlich an bestehenden Eigentums- und Abschreibungszyklen.
HED verbindet dafür Asset- und Rolloutkompetenz mit Beschaffung, langfristiger Bereitstellung von Infrastruktur und Kapitalstärke. Assets können gebündelt beschafft, langfristig bereitgestellt und über ihren Lebenszyklus begleitet werden.
Die Zusammenarbeit ist Teil des Engagements von HED, mehr als 500 Millionen Euro in den deutschen Markt für Smart Metering und Low-Carbon-Technologien zu investieren.
Für Messstellenbetreiber kann das zusätzliche Flexibilität im Rollout schaffen: Austauschmaßnahmen lassen sich beispielsweise besser mit ohnehin notwendigen Vor-Ort-Terminen verbinden, zusätzliche Anfahrten reduzieren und Migrationspfade beschleunigen. Gleichzeitig können Asset-, Technologie- und Restwertrisiken besser gesteuert werden.
Auch wirtschaftlich entsteht Spielraum: Der unmittelbare Investitionsbedarf und die eigene Kapitalbindung können sinken. Liquidität, freier Cashflow und Investitionsspielräume können geschont werden und damit für andere Aufgaben der Transformation verfügbar bleiben.
Mehr aus der Messinfrastruktur machen
Die Plattform von neugemacht verbindet bestehende Systeme und Partner. Sie schafft die Grundlage, Messstellenbetrieb und neue Anwendungen effizient zusammenzuführen. Vorhandene GWA-Strukturen können dabei weiter genutzt werden.
Über den klassischen Messstellenbetrieb hinaus unterstützt die Plattform insbesondere CLS- und §14a-Steuerung, dynamische Tarife, Mieterstrom, gemeinschaftliche Gebäudeversorgung und Energy Sharing.
So wird Messinfrastruktur zunehmend zur Grundlage für neue energiewirtschaftliche Produkte und Anwendungen.
„Kooperation muss Skalierung vereinfachen – nicht neue Komplexität schaffen.
Die Herausforderung besteht nicht darin, einfach mehr Hardware einzubauen. Entscheidend ist, Rollout, Assets, Regulierung und operative Prozesse zusammenzudenken“, sagt Emil Bruusgaard, Geschäftsführer der Horizon Energy Deutschland.
Aurelius Wosylus von neugemacht ergänzt: „Unsere Plattform ist bewusst marktrollenneutral. Sie ermöglicht Stadtwerken, vorhandene Systeme, Partner und eigene Ressourcen weiter zu nutzen und gleichzeitig neue Prozesse und Anwendungen zu integrieren. Gemeinsam mit HED wollen wir daraus ein Betriebsmodell entwickeln, das die Anforderungen eines wachsenden Messstellenbetriebs aus einer gemeinsamen Perspektive zusammenführt.“
Umsetzung im Markt
Im nächsten Schritt wollen beide Unternehmen das gemeinsame Modell in konkreten Kunden- und Rolloutszenarien in die Praxis überführen und mit den Anforderungen wachsender Volumina schrittweise weiterentwickeln.
Die gemeinsame Plattform steht unter dem Motto „Messstellenbetrieb skalieren. Neue Anwendungen ermöglichen. Kontrolle behalten.”